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Warum Spielen in der Lerntherapie so wirksam ist
– und warum es nichts mit „einfach nur Spielen“ zu tun hat
Ich spiele gerne. Leidenschaftlich gerne. Auch in meiner Lerntherapie. Das wissen die Kinder, auch manche Eltern, die immer wieder in den Stunden dabei sitzen. Und ich schreibe auch selbst Spiele. Besonders in meinen Englisch-Kursen. Da gibt es oft nicht das Material, die Inhalte, die ich jetzt gerade benötige. Also schreibe ich sie selbst.
Die Kinder wissen bei mir auch eines: Wenn sie gewinnen, dann ist es auch wirklich ihr Erfolg. Ich schummle nicht, damit die Kinder gewinnen können. Irgendwann würden sie es merken und könnten ihre Erfolge nicht mehr genießen. So wissen sie: Sie haben wirklich und echt und richtig gewonnen.
Das Tolle beim Spielen ist, dass ich die gleichen Inhalte einpacken kann, die ich auch auf ein Arbeitsblatt packen könnte. Beim Spielen jedoch sind die Kinder plötzlich viel konzentrierter, ausdauernder und können mit Frust besser umgehen. Sie erfahren, dass sie keine Angst vor Fehlern haben müssen.
Manches ist Glück, wie die Würfel eben fallen, manches ist Können. Und wenn man etwas nicht weiß, suchen wir gemeinsam nach der Lösung.
Sie handeln selbst. Sie würfeln, zählen die Schritte ab, bewegen ihre Spielfigur, überlegen selbst.
Bei Mathe-Spielen gebe ich ihnen Impulse, welche Strategien sie anwenden könnten. Bei Rechtschreibspielen schauen wir nach den Rechtschreibregeln. Bei Logikspielen bewundere ich immer wieder aufs Neue, welche Denkwege die Kinder gehen.
Ich halte mich da bewusst im Hintergrund. Vorab gebe ich ihnen mit, dass, wenn sie einen Tipp brauchen, ich ihnen gerne einen gebe. Aber ansonsten halte ich mich raus.
Und die Kinder denken.
Auf ihre Art, in ihrer Geschwindigkeit. Ohne Druck.
Und freuen sich riesig, wenn sie es geschafft haben. Dann geht ein Strahlen über ihr Gesicht, die Augen leuchten, sie wachsen innerlich. Herrlich.
Was mir besonders gut gefällt, ist, dass Lernen nebenbei passiert, dass Wiederholungen völlig selbstverständlich, aber eben unbemerkt stattfinden. Lernen an sich steht überhaupt nicht im Vordergrund.
Durch dieses Spielen mit den Kindern schaffe ich positive Lernerfahrungen. Wenn ich ihnen am Ende der Spiele sage, wie viele Rechenaufgaben sie gerade gemacht haben, dann sehen sie mich völlig erstaunt an.
Aus diesem Grund, und auch, weil meine Netzwerkkollegin Sabine Landua dazu angeregt hat, stelle ich hier ein paar unserer Lieblingsspiele vor.
Wenn der Frosch alles zum Wanken bringt
Gleichgewicht und Impulskontrolle mit dem Frosch-Balance-Spiel
Das Spiel im Überblick
• Spieltyp: Geschicklichkeits- und Balance-Spiel
• Spieler: 1–2 Personen (auch sehr gut in der Gruppe nutzbar – soziales Miteinander, Absprachen treffen)
• Material: Balancebaum + kleine Froschfiguren
• Alter: ab 7/8 Jahren, nach oben keine Grenze
Was wird hier trainiert?
Das Spiel wirkt auf mehreren Ebenen gleichzeitig:
• Feinmotorik:
Die Frösche müssen gezielt und vorsichtig platziert werden.
• Hand-Auge-Koordination:
Bewegung und Wahrnehmung werden miteinander abgestimmt.
• Impulskontrolle:
Zu schnelles Handeln führt zum Einsturz – das Kind muss sich bremsen.
• Frustrationstoleranz:
Die Frösche purzeln von der Platte. Das gehört zum Spiel dazu.
Besonders relevant: Viele Kinder erleben hier unmittelbar, wie sich langsames, überlegtes Handeln positiv auswirkt.
So nutze ich das Spiel
Als Einzelspiel – das Kind probiert selbst aus, macht eigene Erfahrungen, was notwendig ist, um alle 49 Frösche auf die Platte zu bekommen.
Im Zweiersetting: Wir spielen miteinander und versuchen gemeinsam, zum Ziel zu kommen. Dieses Spiel dient als Eisbrecher, zur Kontaktaufnahme mit neuen Kindern. Manchmal aber auch, wenn ich merke, dass das Kind etwas belastet. Dann können wir nebenbei miteinander reden. Den Kindern fällt es viel leichter, über Probleme zu sprechen, wenn sie währenddessen etwas zu tun haben.
Als Gruppenspiel: Es ist sehr interessant zu erleben, welche Kinder sich gegenseitig ermutigen und wer bestimmen möchte, wie miteinander umgegangen wird. Manchmal greife ich ein, gebe Feedback, erkläre, wie Worte wirken und was sie bewirken können. Oder ich ermutige die, die schnell aufgeben wollen oder sich hinter denen verstecken, die scheinbar besser sind.
Material & Aufwand
Das Spiel ist sofort einsatzbereit und benötigt keine Vorbereitung.
Die kleinen Figuren sind leicht zu greifen und gut geeignet für Kinderhände. Ideal für kurze Sequenzen in der Therapie oder zu Hause.
Fazit & Transfer
Das Frosch-Balance-Spiel lebt davon, dass es einfach bleibt. Genau darin liegt seine Stärke.
Kinder sind meist schnell motiviert und erleben direkt, wie sich Ruhe, Planung und Geduld auszahlen.
Gerade für Kinder mit Schwierigkeiten in der Selbstregulation ist das ein wertvoller Zugang: Lernen passiert hier über die Erfahrung, nicht über Erklärungen.
Tipp für zu Hause
Spielen Sie bewusst langsam und kommentieren Sie manchmal Ihr eigenes Handeln („Ich setze den Frosch ganz vorsichtig…“). Kinder übernehmen solche Strategien oft ganz von selbst.
Es könnte aber auch sein, dass Ihr Kind Ihnen klare Anweisungen gibt, wo der Frosch hinzusetzen ist. Lassen Sie sich darauf ein. Das ist es wert.
Ihre
Sabine Walker
Weitere Lieblingsspiele gibt es auch bei Susanne Seyfried
Weitere Artikel auf meiner Homepage: Spiel mal wieder, Vor- und Zurückspiel
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